Für einen starken Glauben sind zwei Dinge erforderlich wenig von uns selbst halten und viel von Christus!
- Robert Cleaver Chapman
kurz notiert..
halte nichts zurück!
Psalm 32,2-4 Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist! Denn als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine ... Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir...
Was ist denn die Ursache, daß viele Erweckte so lange nicht zum Bewußtsein und Genuß des Friedens mit Gott hindurchdringen? Einige, die wohl erweckt sind, sind nicht gründlich erweckt. Wenn ein Mensch des Herrn Jesu teilhaftig werden will, so muß er mit seinem innersten Willen von der Gemeinschaft mit der Sünde austreten; er muß mit seiner Finsternis in das Licht des Heilandes kommen; es muß ihm darum zu tun sein, im Lichte Gottes je mehr und mehr die Finsternis und die verborgensten Fäden der Finsternis in seinem Herzen zu entdecken und nichts vor dem Herrn zu verhehlen. Diesem Offenbarwerden weichen viele lange Zeit aus; vielleicht weil sie sich fürchten, ihre eigene Gerechtigkeit einzubüßen, vielleicht weil sie die Sünde noch heimlich nähren und pflegen, neben dem Leben aus Gott auch noch ein Leben des eigenen Ichs führen, mit andern Worten: Zwei Herren dienen, und kein ganzes Eigentum des Herrn Jesu werden mögen. So muten sie dem Heiland zu, er solle über ihren verborgenen Fleischessinn den Mantel seiner Gerechtigkeit hereinziehen und ihnen seinen Frieden schenken, ob sie gleich die Finsternis noch lieb haben, und sich die feinere und verborgenere Gemeinschaft mit ihr nicht mögen ins Licht stellen lassen. Aber dies geschieht nimmermehr. Auf diese Art entstehen geistliche Zuckungen und Krämpfe. Der Geist Gottes offenbart der Seele diese oder jene Unart; die Seele aber will diese Unart nicht für so bedeutend ansehen, als sie in den Augen des Herrn ist; sie will sich nicht schuldig darunter geben, will nicht anerkennen, daß die Gemeinschaft mit dieser vielleicht sehr gering scheinenden Sünde ihr den Zugang zu der Gnade verschließe, sucht lieber die Ursache anderswo und bleibt so in ihrem trüben Herzenszustande. Eure Untugenden, unter welche ihr euch nicht schuldig geben wollt, scheiden euch und euren Gott voneinander. Wer aber seine Sünde bekennet, dem wird sie vergebender kann, eben unter solchem sich Schuldiggeben, seinen Versöhner und Bürgen und eben dadurch die Kraft finden, die Sünde zu überwinden. Was sich in mir reget, was mein Herz beweget, was mein Geist bedenkt; was mein Hoffen nähret, was mein Wunsch begehret, was mir Friede schenkt, soll allein mein Jesus sein! Er das Ziel all meiner Triebe, Jesu meine Liebe. Du, mein Licht, erscheine! Du, mein Trost alleine, komm, erquicke mich! Komm, daß meine Seele sich nicht länger quäle, komm und zeige dich! Nimm mich mir und gib mich dir! Du, der sich für mich gegeben, werde ganz mein Leben! von Ludwig Hofacker
Andachten
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